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In den östlichen Kulturkreisen wird unter der Reinkarnation (manchmal auch das Rad der Wiedergeburt - Samsara genannt) der ewige Zyklus der Wiederverkörperung verstanden, der niemals ein Ende hat. Im Gegensatz dazu ist die Reinkarnation in der spirituellen Betrachtungsweise kein ewiger Prozess, sondern abhängig vom Willen der Seele, die sich so oft wieder verkörpert, bis sie alle Erfahrungen machen konnte, die sie sich vorgenommen hat. Mit jeder Erfahrung "erinnert" sich die Seele ein Stück mehr an ihren Göttlichen Ursprung, den sie ja vergessen musste, um überhaupt eine Erfahrung in einer physischen Dimension, in der Illusion der Trennung von Gott haben zu können, um die Erfahrung einer Individualität zu erleben.
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 23. Oktober 2009 um 16:47 Uhr
Die Geburtsvision
Geschrieben von: Martin Heinz
Freitag, den 23. Oktober 2009 um 16:45 Uhr
Vor der eigentlichen Inkarnation "berät" die Seele ihr bevorstehendes Leben mit ihrer Seelenfamilie und ihren geistigen Lehrern. Sie muss zum einen entscheiden, welche karmischen Verpflichtungen, die sie in den davorliegenden Inkarnationen verursacht hat, sie nun in der folgenden Inkarnation auflösen möchte. Hierzu muss sie sich auch mit den an den vergangenen karmischen Erlebnissen beteiligten Seelen verabreden und vereinbaren, wann und wo sie sich in der bevorstehenden Inkarnation treffen, und unter welchen Umständen dies am besten geschieht, damit die karmischen Verpflichtungen erfüllt werden können. Weiter überlegt sich die Seele, welche neuen Erfahrungen und Lernaufgaben sie in der bevorstehenden Inkarnationen erleben und bewältigen möchte. All dies führt zur Geburtsvision, dem Lebensplan, der den Idealzustand darstellt, die ideale Form, in der die Seele das kommende Leben abschließen möchte. Dieses Ideal kann natürlich nur dann erfüllt werden, wenn alle sich in dieser Inkarnation begegnenden Seelen sich an ihre Ideale erinnern und ebenfalls alle Aufgaben in dieser Weise erfüllen. In der Praxis wird die Seele selten alle Visionen in der Idealform leben können, die sie vor der Inkarnation geplant hat, da sie und auch die anderen beteiligten Seelen oft durch alte Blockaden und Ängste daran gehindert werden, ihre Ideale zu leben und ihre Potentiale vollkommen auszuschöpfen. Dennoch begegnen sich immer alle Seelen in vollkommener Liebe und tun ihr Bestes. Die Aufgaben, die nicht erfüllt werden können bleiben für künftige Inkarnationen offen. Weitere Verhaltensformen in der physischen Inkarnation, die nicht im Einklang mit dem Höchsten Wohl aller Beteiligten stehen führen zu neuem Karma, neuen Verpflichtungen, die sich aus der Folge der Taten ergibt und in künftigen Inkarnationen ebenfalls zu lösen sind. Alle Folgen ergeben sich automatisch aus den Universellen Gesetzmäßigkeiten und können daher auch nur in Einklang mit diesen aufgelöst und bearbeitet werden. Dies ist die Universelle Gerechtigkeit, die immer und allezeit wirkt.