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Die Schöpfung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Martin Heinz   
Donnerstag, den 22. Oktober 2009 um 18:37 Uhr

Wir finden also Gott wieder als allumfassendes Ganzes, welches die ganze Schöpfung, aber auch die Nicht-Schöpfung in sich vereint. Was ist die Nicht-Schöpfung?

Stell Dir vor, dass Du ein Bild malen willst. Du entscheidest Dich schließlich für ein Stillleben, eine Vase mit einem schönen Blumenstrauss. Dieses Bild ist, wenn Du es gemalt hast, Deine Schöpfung. Die Summe aller möglichen Bilder, die Du auch hättest malen können, für die Du Dich aber nicht entschieden hast, ist in diesem Moment Deine Nicht-Schöpfung. Sie ist zwar als Summe aller Möglichkeiten vorhanden - als geistiges Konzept - aber sie wurden nicht realisiert. Die Nicht-Schöpfung enthält also das Potential aller Möglichkeiten, die geschaffen werden könnten, ist unbegrenzt, unendlich.

Das Feld des reinen Potential ist das Bewusstseinsfeld, das Feld der Quantenwahrscheinlichkeiten. Es enthält alle Möglichkeiten, die sich das Bewusstsein Gottes erdenken kann. Ich möchte hierzu wieder ein Bild geben aus der Physik:

In der Physik kennen wir Töne, die durch mechanische Schwingungen erzeugt werden. Überlagern wir alle Töne (Tonhöhen, Frequenzen), so hören wir nur noch Rauschen. Nehmen wir ein Filter, mit dessen Hilfe wir einen bestimmten Frequenzbereich aus diesem Rauschen herausziehen können, so hören wir wieder der Schwingungen der Töne.

Analog zu diesem akustischen Gedankenexperiment beschreibe ich nun ein Experiment aus der Optik, dass Du sicher kennst: Nimm ein Prisma und halte es in das Sonnenlicht. Das weiße Sonnenlicht enthält alle Farben, die durch das Prisma in den Regenbogen zerlegt werden.

Und so kannst Du Dir Schöpfung vorstellen: Im Feld der Quantenwahrscheinlichkeiten existieren alle denkbaren Schöpfungen als rein geistige Konzepte gleichzeitig und überlagern sich zu dem Quantenrauschen (ALLES-WAS-NICHT-IST). Richtest Du nun einen schöpferischen Gedanken wie ein Filter auf dieses Rauschen, indem Du Deine Aufmerksamkeit auf einen Ausschnitt lenkst, so entsteht daraus das, was Du Dir erdacht hast. Du kristallisierst aus dem Feld aller Möglichkeiten Deine Schöpfung heraus.

Abschließen möchte ich mit einer kleinen Geschichte:

Mittagessen mit Gott

Ein kleiner Junge wollte Gott treffen. Er packte einige Coladosen und Schokoladenriegel in seinen Rucksack und machte sich auf den Weg. In einem Park sah er eine alte Frau, die auf einer Bank saß und den Tauben zuschaute.
Der Junge setzte sich zu ihr und öffnete seinen Rucksack. Als er eine Cola herausholen wollte, sah er den hungrigen Blick seiner Nachbarin. Er nahm einen Schokoriegel heraus und gab ihn der Frau. Dankbar lächelte sie ihn an - ein wundervolles Lächeln! Um dieses Lächeln noch einmal zu sehen, bot ihr der Junge auch eine Cola an. Sie nahm sie und lächelte wieder, noch strahlender als zuvor. So saßen die beiden den ganzen Nachmittag im Park, aßen Schokoriegel und tranken Cola. Sie sprachen kein Wort.
Als es dunkel wurde, wollte der Junge nach Hause gehen. Nach einigen Schritten hielt er inne, ging zurück und umarmte die Frau. Die schenkte ihm dafür ihr allerschönstes Lächeln.
Zu Hause fragte ihn seine Mutter: "Was hast du denn heute Schönes gemacht, dass du so fröhlich aussiehst?" Der Junge antwortete: "Ich habe mit Gott Mittag gegessen - und sie hat ein wundervolles Lächeln!"
Auch die alte Frau war nach Hause gegangen, wo ihr Sohn sie fragte, warum sie so fröhlich aussehe. Sie antwortete: "Ich habe mit Gott Mittag gegessen - und er ist viel jünger, als ich dachte."

(Herkunft unbekannt)


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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 03. August 2011 um 11:13 Uhr
 

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