|
In meiner Einführung habe ich bereits erläutert, dass zusätzlich zur praktischen Ethik, die ja sehr gut in den Ethik-Richtlinien des DGH zum Ausdruck kommt eine besondere Verantwortung in der spirituellen Arbeit an sich erforderlich ist. Diese gründet sich im Wesentlichen auf die Universellen Gesetze, denen ich auf diesen Internetseiten einen eigenen Abschnitt gewidmet habe. Wesentlich ist zum ersten das Gesetz des Karma. Karma ist vereinfacht dargestellt das Gesetz von Ursache und Wirkung. Hat ein Klient eine schwierige Lebenssituation aufgrund von Karma der Vergangenheit erzeugt, so ist diese für ihn notwendig, damit er alle Aspekte seines Tuns erfahren kann und dadurch lernt und sich weiter entwickelt. Würde ich ihm das Karma abnehmen, so würde ich ihn um diese wichtige Erfahrung und Lernaufgabe bringen. Ich kann den Klienten jedoch dabei unterstützen, sein Karma, seine Lernaufgabe zu erkennen und schneller zu bewältigen. Das Gesetz des Freien Willens ergibt sich ebenfalls aus dem Gesetz des Karma. Ein jedes Lebewesen ist genauso wie jedes andere Lebewesen ein Teil des Ganzen, des Bewusstseins des Universums. Und jedes Lebewesen hat einen freien Willen, den es zum Ausdruck bringen darf. Wird gegen diesen freien Willen verstoßen, d.h. das Dasein dieses Lebewesens gegen dessen Willen manipuliert, so entstehen Folgen und Konsequenzen, die sich weit über den bloßen Lebensbereich dieses Wesens erstrecken, da ja alle Lebewesen ursächlich miteinander zusammenhängen und auch voneinander abhängig sind. Diese Folgen muss derjenige, der sie in Gang gesetzt hat auch nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung (Karma) tragen und ausgleichen. Diese Tatsache hat weit reichende Konsequenzen für die spirituelle Arbeit, und es ist klar, dass diese Konsequenzen für den Verursacher umso schwerwiegender sind, je bewusster er gegen die universellen Gesetze verstößt. Essenziell ist hier, dass der Klient in einer Beratung über diese Zusammenhänge aufgeklärt wird, denn das Verstehen der Situation an sich ist bereits ein wesentlicher Aspekt der Heilung und Hilfe. Um zu verdeutlichen, wie sich dies in der praktischen Arbeit auswirkt, möchte ich hier zwei Beispiele anbringen: Wir fangen mit einer typischen Situation spiritueller Lebensberatung an, die fast jeder, der in diesem Bereich arbeitet in dieser oder ähnlicher Form erlebt hat:
Beispiel 1: Das Verlassenwerden durch den Partner
Es kommt ein Klient mit schweren Depressionen. Sein Lebenspartner hat ihn verlassen, er ist so deprimiert, dass er nahezu lebensmüde ist und seinem Leben keinen Sinn mehr gibt. Er wünscht von seinem Heiler oder Lebensberater, dieser möge doch bitte Energie auf die Situation senden, damit der Lebenspartner zurückkehrt. Doch hier muss der Berater innehalten. Denn würde er tatsächlich diese Situation mit Geistiger Energie beeinflussen, so würde sowohl der Klient, der dies gefordert hat als auch der Berater sowohl gegen das Gesetz des Karma als auch in mehrfacher Hinsicht gegen das Gesetz des freien Willens verstoßen. Es wird an dieser Stelle überhaupt nicht deutlich, warum der Lebenspartner den Klienten verlassen hat. Wer hat sich in der Beziehung was zu Schulden kommen lassen? Gibt es karmische Vorbelastungen, die zu dieser Situation geführt haben? Und welche Folgen hat es für das weitere Leben des Lebenspartners und seine späteren Lebens- und Lernsituationen, wenn der Berater diesen gegen seinen Willen in die Partnerschaft zurückzwingen würde? Würde eine solche Beziehung überhaupt gut gehen? Hier muss der Berater gemeinsam mit dem Klienten die wahren Ursachen für die Trennung herausfinden. Werkzeuge hierfür sind z.B. TAROT, eine astrologische Karmaanalyse, das Familienstellen, Channeling oder andere Formen, mit den beteiligten Seelen auf der Geistigen Ebene Kontakt aufzunehmen. Mittels TAROT kann ich erste Zusammenhänge, Verstrickungen und Ursachen des Scheiterns der Beziehung erkennen. Auch kann ich über die Metaphern der Bilder erforschen, wie sich die Beziehung weiterentwickelt hätte, wenn sie fortbestanden hätte und welche Wege für den Klienten nun offen stehen, da die Beziehung beendet ist. Die zweite Analysemöglichkeit ergibt sich über die Astrologie. Hier ist es wichtig vorauszusetzen, dass die Konstellationen der Sterne zueinander nicht bestimmend auf das Leben wirken oder dem Klienten gar den freien Willen nehmen. Die Konstellationen der Sterne sind vielmehr als symbolhafte Bilder und Muster zu verstehen, die im Sinne der Synchronizität ein Abbild der Situation, Umstände und Voraussetzungen ergeben. Würde ich über die Astrologie dem Klienten sagen, die Situation wäre so und so, da die Sterne das zeigen würden und er müsste das einfach hinnehmen, so würde ich wieder gegen den freien Willen des Klienten verstoßen, indem ich ihn von der Situation abhängig mache und ihm jede Möglichkeit nehmen würde, sein Leben eigenverantwortlich zu meistern. Vielmehr würde ich sogar eine Abhängigkeit des Klienten von mir erschaffen, da er nun bei jedem Problem zu mir käme und wissen wollte, wie es weiter geht. Es kommt also bei der astrologischen Beratung darauf an, dass der Klient die Umstände und Voraussetzungen seines Lebens begreift und dann das Ruder in die Hand nimmt, um sein Leben mit Hilfe seiner Potentiale zu meistern. Zum einen kann ich hier ein Geburtshoroskop erstellen, welches dem Klienten seine Potentiale, seine Fähigkeiten in den unterschiedlichen Lebensbereichen aufzeigt aber auch Hinweise darauf gibt, in welchen Lebensbereichen noch Potentiale zu entwickeln und Lernaufgaben zu bewältigen sind und worin diese Lernaufgaben bestehen. Bereits diese Analyse erklärt in den meisten Fällen die Schwierigkeiten, die sich in einer Partnerschaft ergeben haben. Erstelle ich nun noch eine Partneranalyse, so kommen auch die Potentiale und Schwierigkeiten des Partners hinzu, und natürlich die Wirkung der beiden Persönlichkeitsbilder aufeinander. Sehr interessant ist es, dass sich ganz oft beide Persönlichkeitsbilder miteinander ergänzen und jeder der Spiegel des anderen ist, der ihm die noch in der Entwicklung der Persönlichkeit zu bewältigenden Lernaufgaben zeigt. Eine dritte Möglichkeit ist die astrologische Karma-Analyse, das Mondknoten-Horoskop. Hier ergeben sich zusätzliche Hinweise auf karmische Verpflichtungen und Abhängigkeiten, die aus den vergangenen Leben mitgebracht wurden. Aus allen diesen Werkzeugen heraus kann der Klient erkennen, warum er sich in dieser Lebenssituation befindet und was er daraus lernen soll. Er sieht auch die Potentiale, die ihm bei der Bewältigung dieser Lebenssituation helfen und die Möglichkeiten, die er nach Bewältigung der Lernaufgaben hat. Wenn dieser analytische Teil der spirituellen Beratung abgeschlossen ist, kommt der „energetische Teil“ der Arbeit zum Zug. Hier kann ich sowohl dem Patienten durch Heilenergie dabei helfen, die Trauer und die Schmerzen zu überwinden, als auch mit ihm in speziellen Ritualen alte Emotionen und Muster auflösen und transformieren. Vielfach kann nach der Erkenntnis auch Karma transformiert werden, sofern es im Einklang mit allen beteiligten Seelen ist. Mit diesen Werkzeugen wird der Klient ermächtigt, sein Leben wieder in Eigenverantwortung in die Hand zu nehmen und zu meistern.
Beispiel 2: Eine langjährige chronische Erkrankung
Eine zweite typische Situation ist eine chronische Erkrankung, die sich einfach nicht dauerhaft heilen lassen will. Oft kommt in so einem Fall der Patient mit der Einstellung „Mach das weg!“. Auch hier ist es für den Heiler wichtig, in die Ursachenebene hineinzugehen, die karmischen Hintergründe oder auch die Programmierungen zu erkennen und aufzudecken, die die Krankheit verursacht haben. Manchmal sind es alte Gelübde, ein anderes Mal mangelnder Selbstwert und Selbstliebe oder auch einfach der „Krankheitsgewinn“, der dem Patienten nicht bewusst ist. „Krankheitsgewinn“ heißt, dass der Patient aus einer Krankheit den Vorteil vermehrter Zuwendung und Aufmerksamkeit erhält oder zu erhalten glaubt Auch dies ist eigentlich eine Folge mangelnden Selbstwertes, die erkannt und aufgelöst werden muss. Hier darf der Heiler nicht einfach mit seinem eigenen Willen „hineingehen“ und eine Genesung erzwingen, da er damit den Patient um seine Lernaufgabe bringen würde. Erst, wenn die Lernaufgabe erkannt und bewältigt ist, kann – im Einklang mit den kosmischen Gesetzen – dauerhafte Heilung erfolgen. Alte Gelübde können z. B. dazu führen, dass der Patient sich in einem vergangenen Leben aus einem falschen Schuldgefühl heraus dazu verpflichtet hat, die Erkrankung eines geliebten Menschen zu übernehmen. Diese Programmierung sitzt so tief, dass das Bewusstsein darüber im jetzigen Leben verloren gegangen ist. Über die Seelenebene ist es im meditativen Zustand möglich, diese Ursache zu erkennen. Danach kann die Ursache, d.h. in diesem Fall die unnötige Krankheitsübernahme in einem speziellen Ritual aufgelöst und transformiert werden. Wird danach der Patient behandelt, so kann eine dauerhafte Heilung erfolgen. Eine weitere mögliche Ursache ist z.B. , dass der Patient in Vereinbarung mit nahen Verwandten, die ihn im jetzigen Leben begleiten eine schwere Krankheit auf sich nimmt, damit diese ihn pflegen müssen, um wiederum eine alte karmische Schuld zu begleichen. Hier kann auf Seelenebene die Verbindung mit den Beteiligten aufgenommen werden und geklärt werden, ob sie sich darauf einigen können, die karmischen Schulden zu erlassen und somit die Verpflichtungen zu löschen. Geschieht dies, so kann durch die darauf folgenden Behandlungen der Erkrankung wieder eine dauerhafte Heilung erreicht werden. Ein typisches Werkzeug für derartige Arbeit ist die Rückführungstherapie. Eine andere Möglichkeit ist das Familienstellen, in welchem ebenfalls solche Verpflichtungen aufgedeckt werden können. Ich selbst arbeite in diesem Fall mit speziellen Meditationen und mittels Channeling, um zu erfahren, welche Ursachen hinter diesen Erkrankungen liegen.
Beispiel 3: Ein Patient im Koma
Der Heiler muss es auch respektieren, wenn aufgrund des Gesetzes des Freien Willens eine Heilung nicht möglich ist. Kommt z.B. ein Klient zum Heiler mit der Bitte, er möge seiner Frau helfen, so muss zuvor eindeutig geklärt werden, ob diese das überhaupt will. Sollte die besagte Frau sich aufgrund schwerer Verletzungen oder Krankheit im Koma oder einem anderen Zustand befinden, in welchem sie nicht in der Lage ist, sich bewusst zu äußern, so kann hier ihre Seele befragt werden. Das Ergebnis ist jedoch in jedem Fall zu respektieren, auch dann, wenn diese Frau keine Heilung wünscht. Mit diesen Beispielen wird deutlich, auf wie viele Dinge der Heiler oder der spirituelle Lehrer / Berater achten muss, um nicht gegen die universellen Gesetze zu verstoßen und um gleichzeitig seinen Klienten auf die bestmögliche Weise helfen zu können. Immer steht das Gesetz des Karma, das Gesetz von Ursache und Wirkung im Mittelpunkt zusammen mit dem Freien Willen aller Beteiligten, der in jedem Fall zu achten und zu respektieren ist.

0 Klicks |