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Der Eine oder Andere von Euch hat sich schon gefragt, warum denn diese Erlebnisseminare so lange dauern müssen. Kann man das Alles denn nicht in Nachmittags-Workshops oder Wochenendseminaren auch machen? Tatsächlich kann man auch in Workshops und Wochenendseminaren einiges an Inhalten vermitteln. Und tatsächlich kann man in dieser Zeit auch eine recht hohe Energie in einer Seminargruppe aufbauen. Allerdings ist das Durchlaufen von echten Transformations- und Veränderungsprozessen in einem so kurzen Zeitraum kaum möglich.
Warum ist das so? Dies hat etwas mit der Funktion unseres Gehirns zu tun. Wir haben eine männlich dominierte Seite, den Verstand, der auch mit unserem Ego verbunden ist und der durch unsere linke Gehirnhälfte gesteuert wird. Unser Verstand bewertet, was wir erleben gleich einem Computerprogramm, indem er die aktuelle Situation mit allen in unserem Gehirn gespeicherten Erinnerungen vergleicht und solche Erinnerungen sucht, die der aktuellen ähnlich sein könnten. Im Grunde stammt diese Strategie noch aus der Steinzeit und dient dazu, schnell ohne langes Nachdenken auf Gefahren reagieren zu können (z.B. zu fliehen, wenn wir von einem Säbelzahntiger angegriffen werden). Auch benötigen wir diese Funktion, um logische Denkaufgaben ausführen zu können, kombinieren zu können und räumliches Vorstellungsvermögen zu entwickeln. Heute sind wir aber in den seltensten Fällen einer akuten Gefahr ausgesetzt, in der es zu reagieren gilt. Dennoch werden die meisten Menschen von ihrem Verstand gesteuert, der vor allem eins will: Die aktuelle Situation kontrollieren, um bloß nicht angreifbar oder verletzbar zu sein. Ebenso haben wir eine weiblich dominierte Seite, die Gefühlsseite, die damit zu tun hat, Erfahrungen emotional zu bearbeiten und zu integrieren. Diese wird von unserer rechten Gehirnhälfte gesteuert. Hier geht es um das Annehmen von Situation, um das Empfangen, um ganzheitliches und verbundenes Handeln. Dies allerdings schließt auch Verletzlichkeit ein und die Auseinandersetzung mit unseren Gefühlen kann uns sehr intensiv mit alten Schmerzen und Verletzungen in Kontakt bringen. Daher vermeiden wir es sehr oft, uns unsere Gefühle anzusehen und verbergen diese gerne vor Anderen.
Doch was hat dies mit einem Seminar zu tun? Ganz einfach: Wenn wir echte und tiefe Veränderungsprozesse erleben und durchlaufen wollen, um unser Leben komplett neu ausrichten zu können und alte Begrenzungen loslassen zu können, dann können wir dies ausschließlich tun, indem wir die Kontrolle unseres Verstandes (der linken Gehirnhälfte) aufgeben und uns vollkommen offen mit unserer Gefühlswelt auseinandersetzen. Das heißt: Wir müssen einen Weg finden, um unseren Verstand "auszuschalten", ihn sozusagen "schlafenzulegen".
Meine Erfahrungen in den Semnaren hat gezeigt, dass - entsprechende Rahmenbedingungen vorausgesetzt - etwa 1 1/2 bis 2 Tage notwendig sind, bis der Verstand "aufgibt". Doch bevor er dies tut, beginnt er erst einmal, heftig zu rebellieren. Die Teilnehmer, die gerade in diesen Zustand geraten fühlen sich plötzlich sehr erschöpft und spüren einen großen inneren Widerstand, jetzt weiterzumachen. Dieser Widerstand ist der Kampf des Egos, der seine Kontrolle nicht aufgeben will. Ich erkläre meinen Teilnehmern immer zu Beginn des Seminares, was sie erwartet und gebe ihnen Hilfe, um diesen Moment zu überwinden. Lassen sich die Teilnehmer darauf ein (was bisher immer der Fall war), so ist es plötzlich so, als wenn ein Schalter umgelegt wäre: Sie sind nun vollkommen in ihrem Herzen; ihr Verstand / Ego ist eingeschlafen. Dies ist der Moment, in dem sie plötzlich mit ihren tiefsten Gefühlen in Kontakt kommen, ihre Seele spüren können. Ab dort beginnt der tiefe Prozess der Heilung und der Auflösung alter Begrenzungen.
Um in diesen Bewusstseinszustand zu gelangen, der eine derart tiefe Transformationsarbeit zulässt, sind im Minimum 4 Tage erforderlich. Die von mir gewählten 6 Tage der Erlebnisseminare sind absolut ideal und perfekt, um ganz tiefe Prozesse zu durchlaufen und am Ende des Seminares noch einmal sanft zurückgeholt zu werden.
Welche Rahmenbedingungen müssen erfüllt sein, damit sich die Teilnehmer auf diese tiefen Prozesse einlassen können und Vertrauen haben, sich ganz fallen zu lassen?
Damit sich die Teilnehmer ganz auf die Prozesse einlassen können, müssen sie sich absolut geborgen fühlen und Vertrauen haben, dass sie in jedem Fall von der ganzen Gruppe aufgefangen werden. Sie müssen absolut sicher sein, dass sie ihre Gefühle offen zum Ausdruck bringen können, ohne dass auch nur ein einziger Teilnehmer oder gar der Seminarleiter Anstoß daran findet. Dies ist nur mit absolutem Vertrauen möglich, und es ist die Kunst des Seminarleiters, diesen Raum des Vertrauens auch innerhalb einer größeren Gruppe zu erschaffen.
Dies kann er nur leisten, indem er vom ersten Moment an innerhalb der Gruppe und zwischen den Teilnehmern eine Atmosphäre von Achtsamkeit, Liebe und Verbundenheit erschafft. Es erfordert höchste Konzentration, auf jede auch nur im Keim auftretende Spannung zu achten und sofort wahrzunehmen, wenn ein Teilnehmer sich irgendwie nicht wohl fühlt oder Unterstützung braucht. Ganz wichtig dabei ist es auch, dass keine Gefühle von Unterschieden zwischen den Teilnehmern verstärkt werden, sondern das Gefühl des WIR, des EINS-SEINS gestärkt wird. Doch wirklich wissen und nachvollziehen, wie sich dies in der Praxis anfühlt kannst Du nur, wenn Du an einem Erlebnisseminar teilgenommen hast! Ich lade Dich also herzlich dazu ein, das Wunder des EINHEITSBEWUSSTSEINS in einer solchen Gruppe selbst zu ERFAHREN.

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